Bewegung & Sound: Aktiviere und erwecke deine Lebensenergie

In unserem Becken speichern wir zu einem großen Teil emotionale Verletzungen, Traumata, Schock, etc. Dies macht unser Becken zu einem Auffangbecken negativer Zustände, macht es taub, steif, unflexibel und unsere Lebensenergie (Kundalini) findet hier keinen Nährboden sich zu entfalten.  Doch in unserem Becken liegt ein unfassbares Potenzial an Lebensenergie und Sinnesempfindungen. Mit gezielten Übungen (wie zB auch das Schütteln) können wir das Becken wieder aktivieren und beleben sowie weich und empfänglich für neue Sinnesempfindungen machen.

Im vorigen Artikel habe ich dir bereits eine Atemübung vorgestellt. Wenn wir diese Atemübung mit den Beckenbewegungen kombinieren, erzeugen wir (mit viel Übung) einen freien Fluss von Lebensenergie. Atmung, Bewegung und Sound verbinden die Energiezentren (Chakren) deines Körpers und lässt deine Lebensenergie in jede Zelle deines Körpers fließen.

Übung 2: Beckenschaukel

Die Beckenschaukel lockert Muskeln in der Hüfte und im Becken, regt die Durchblutung an und macht das Becken weich und geschmeidig. Mache diese Übung gemeinsam mit der vorangestellten Atemübung, so aktivierst du deine Energie im Wurzelchakra und du verteilst diese Energie im ganzen Körper.

Wie immer gilt: Übung macht den Meister. Übe täglich mind. 15 Minuten.

Setze oder lege dich entspannt hin und achte auf deinen Atem. Lege deine Hände auf deinen Bauch und verlangsame und vertiefe deine Atmung. Atme langsam und tief in den Bauch und in das Becken, dein Bauch hebt und senkt sich mit der Atmung.

Richte nun deine ganze Aufmerksamkeit auf den Beckenboden und beobachte wie sich dieser mit der Atmung bewegt, wie er atmet! Spüre genau hin.
Nach dem du einige Minuten dich mit deinem Becken und deiner Atmung verbunden hast, weitest du in der Einatmung das Perineum leicht nach unten und beim Ausatmen ziehst du das Perineum leicht nach oben.

Atme durch den Mund ein und aus und ziehe die Luft in der Einatmung wie einen Strohhalm durch den Mund. In der Ausatmung mache einen tiefen Laut, der tief aus dem Innersten, deinem Becken kommt. Durch den Laut bringst du dein Bindegewebe in Vibration, was zusätzlich entspannt und lockert.

Nach weiteren Minuten beginnst du dein Becken rhythmisch nach vor und zurück zu bewegen. Synchronisiere deine Bewegungen mit der Atmung. In der Einatmung kippst du das Becken zurück und drückst das Perineum leicht nach unten, in der Ausatmung kippst du das Becken nach vorne und ziehst das Perineum leicht nach vorne.

Entspanne dich, spüre dich und genieße die Bewegung, den Atem, den Sound und das Gefühl das entsteht und sich im ganzen Körper ausbreitet.

Du kannst dies auch in umgekehrter Reihenfolge üben, wenn es dir leichter fällt. Die erste Variante ist die natürliche Bewegungsform zwischen Zwerchfell und Beckenboden.

Nach 15 Minuten (oder so lange du magst) lasse die Bewegung und den Atem langsam ausklingen. Verweile noch einen Moment in der Stille und beobachte deine Körperempfindungen und die Energie, die du in deinem Becken aufgebaut hast und die sich in deinem ganzen Körper ausgebreitet hat.

Anmerkung: Diese beiden Übungen sind die Basis aller tantrischen Übungen und können auf  vielfältige Weise erweitert und vertieft werden. Wenn du an Tantra interessiert bist, dann beginne mit dieser einfachen Atem-Bewegung-Sound Übung.

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